Klimaschutzplan wird kritisch betrachtet

Klimaschutzplan für Wohnen und Bauen
Die großen Verbände der deutschen Immobilien­wirtschaft sehen vor­erst keine Grund­lage mehr für eine wei­te­re ver­trauens­volle Zusam­men­arbeit mit der Bundes­regie­rung im Bünd­nis für bezahl­bares Wohnen und Bauen. Hinter­grund ist der von der Bundes­regie­rung am 11. und 14. Novem­ber 2016 be­schlos­se­ne Klima­schutz­plan 2050, der ein kurz­fris­tig erhöh­tes Ein­spar­ziel für den Ge­bäu­de­sektor vor­sieht.

Bis Ende Januar 2017 soll mit den zuständigen Fach­minis­te­rien geklärt werden, in­wie­weit bei den Klima­schutz­zielen noch ein ge­mein­sa­mer Weg gefun­den werden kann. Hinter­grund ist die Ver­schär­fung der Ein­spar­ziele im Ge­bäu­de­sektor um 8 Mio. t CO2 bis zum Jahr 2030. Bis 2030 soll die CO2-Min­de­rung im Gebäu­de­sektor nun 66 bis 67 % gegen­über 1990 betra­gen. Das wird nach Anga­ben von Bundes­um­welt­minis­te­rin Dr. Barbara Hendricks über an­spruchs­volle Neu­bau­stan­dards, lang­fris­tige Sanie­rungs­stra­te­gien und die schritt­weise Abkehr von fossi­len Heizungs­sys­te­men geschehen.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) fordert die Poli­tik zu mehr Effi­zienz bei den Themen Holz­ener­gie und Kaska­den­nut­zung auf. Mit Blick auf den Klima­schutz­plan 2050 will er die Energie­ein­spar­ver­ord­nung zu einer CO2-Ein­spar­ver­ord­nung weiter­ent­wi­ckelt sehen. Der DHWR vertritt die gesamte Wert­schöpfungs­kette Holz – ihre Bran­chen sind Teil der Kaska­de und im Bezug auf res­sour­cen­effi­zien­te Stoff­kreis­läufe bei­spiel­gebend für andere Sek­toren. Die Kaska­den­nutzung umfasst die Holz­verwen­dung von der Pellet­pro­duk­tion als ein­stu­fige Kaska­de bis hin zur Holz­werk­stoff- und Papier­erzeu­gung mit mehr­stu­fi­gen Kaska­den – bei­spiels­weise durch die Wieder­ver­wer­tung von Alt­holz bzw. Alt­papier.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie u. a. unter www.verband-crm.de (zur energetischen Nutzung von Holz) und www.verband-crm.de (zur Kaskadennutzung).